Hypothekenzinsen Aktuell

Prognose für 2014: Hypothekenzinsen werden steigen

Ende Januar 2014 veröffentlichte die Deutsche Presse Agentur unter Berufung auf die Finanzberatung FMH einen Artikel, in dem es hieß, man müsse keine Eile bei einem Immobilienkredit haben. Die Konditionen seien noch immer „traumhaft günstig“. Tatsächlich ist dies aber nur die halbe Wahrheit: Zum einen sind die Hypothekenzinsen nicht mehr derart attraktiv wie so noch 2013 waren. Zum anderen dürften sie 2014 spürbar steigen. Zu viel Eile muss man deshalb nicht an den Tag legen. Wer allerdings zu gelassen bleibt, begeht ebenfalls einen Fehler.

Wirtschaftswachstum lässt Hypothekenzinsen steigen

Aktuelle Entwicklung der Hypothekenzinsen

Die Kurve der Hypothekenzinsen verläuft derzeit – abgesehen von den üblichen Schwankungen – flach. Wirklich nennenswerte Ausschläge nach oben oder nach unten gibt es nicht. Die Experten auf den Finanzmärkten hatten dies prognostiziert: Nach während der gesamten ersten Jahreshälfte 2014 soll es auf diese Weise weitergehen: Zu erwarten ist demnach lediglich ein leichter Anstieg. In den Monaten Juli bis Dezember soll sich das Bild wandeln. Dann werden die Hypothekenzinsen spürbar nach oben klettern, so die Prognose. Sie werden zwar nicht explodieren, doch die Werte dürften doch deutlich höher ausfallen als das, was man in den letzten Monaten gewohnt war.

Verantwortlich hierfür ist vor allem die anziehende Wirtschaft. Die deutsche Konjunktur hat sich nicht nur erholt, sondern beginnt regelrecht zu brummen. Möglicherweise ist 2013 ein Wachstum von drei Prozent möglich. Die Unternehmen, die lange Mühe hatten, überhaupt Kredite zu bekommen, werden jetzt reichlich von den Banken versorgt, denn das Zinsniveau in der Wirtschaft ist deutlich höher als auf dem Immobilienmarkt. Der Tiefststand von zwei Prozent, der Ende 2012 erreicht wurde, ist längst überwunden. Für eine Bank ist deshalb lukrativer, kurzfristig von einer Firma drei bis vier Prozent Rendite pro Jahr einzustreichen als über fünf bis zehn Jahre oder sogar noch länger lediglich drei Prozent jährlich zu erhalten. Wer eine Hypothek möchte, muss deshalb nachziehen und bereit sein, ebenfalls mehr als drei Prozent zu bezahlen.

Fazit: Das Zeitfenster beginnt sich zu schließen

Derzeit besteht, um mit den Worten der Finanzberatung FMH zu sprechen, tatsächlich „keine Eile“, um sich um eine Finanzierung zu kümmern. Allerdings gibt es auch keinen Grund mehr zu warten. Das Zeitfenster für günstige Hypothekenzinsen beginnt sich zu schließen. Dies wird nicht mehr zu übersehen sein, wenn sich das Wirtschaftswachstum als nachhaltig und stabil erweist. Bis dahin dürfte sich der flache Zinsverlauf fortsetzen, der das Sinnbild des Abwartens ist. Derzeit macht man keinen Fehler, wenn man sich noch nicht um eine neue Finanzierung bemüht. Auf der anderen Seite macht aber auch niemand etwas falsch, der schon jetzt aktiv wird. Ratsam ist es deshalb, in aller Ruhe einen Vergleich zu erstellen und eine überlegte Entscheidung zu treffen.